Während auf den Straßen, an den Autos und in den Gesichtern der Werbeträger wieder mehr und mehr Deutschlandfahnen zu sehen sind, der Frühling auch endlich das hält, was er verspricht und morgens neben dem Straßenlärm die Vögelchen und die strahlende Sonne den Schlafenden aus seinen Träumen weckt, scheinen die vergangenen Wochen und ihre Schrecknisse mehr und mehr zu verblassen. Das entsetzliche 4:0 in Hamburg, bei dem gefühlte 10 Tore selbst dem verblendetsten Optimisten den Glauben an den Klassenerhalt zunichte machten sei exemplarisch genannt für das elendige Ende der Rückrunde 2009/2010.
Vor dem letzten Spiel gegen Köln war nicht mal gewiss, ob sich nach dieser Saison der glubb nicht doch mit dem demütigenden Titel Rekordabsteiger schmücken können werde – der recht unbedeutende Sieg gegen Köln ließ nicht wirklich Freude aufkommen.
Die Angst vor Augsburg - in deren Reihen immerhin der Torschützenkönig der 2ten Liga in dieser Saison, eine junge Mannschaft – der glubb hingegen mit Stürmern die nicht treffen, verletzten Leih und Stammspielern, deprimierenden Niederlagen im Hinterkopf.
Allmächd.
Im Hinspiel siegt der glubb 1: 0, im Rückspiel siegt er 0:2 – in Relegationspielen in diesem Jahrtausend ist es noch keiner Mannschaft gelungen, auch nur ein einziges Tor gegen den glubb zu schießen. Gerade das Spiel in Augsburg wirkte mehr wie ein Trainingsspiel, ein Freundschaftsspiel, bei dem Spannung allein durch die auffallend häufig von Schiedsrichter Manuel Gräfe tolerierten Nicklichkeiten entstand. Unter die drei Torschützen mischt sich Christian Eigler, Torschützenkönig in der Relegation – und wer weiß, vielleicht findet er das Tor in der nächsten Saison auch während der Saison, und nicht erst kurz danach. Immerhin bleibt er vorraussichtlich.
So bleibt der glubb erstklassig, eine weitere Saison.
Ohne ein Spiel in Berlin, dafür zwei in Hamburg.
Allmächd
